[:unsere molche:]

Schon vor der Anschaffung unserer ersten Axolotl haben wir uns Gedanken über mögliche Namen gemacht. Da die kleinen Molche i.d.R. mit 10 bis 15 cm abgegeben werden und man bei dieser Größe das Geschlecht noch nicht erkennen kann, sollten es unisexuelle Namen sein, was unsere Phantasie arg strapazierte. Bis uns dann eines Tages beim Anblick unseres Gewürzregals in der Küche die Erleuchtung kam. Farblich passen die verschieden Gewürze doch irgendwie hervorragend zu den möglichen Axolotl-Farbschlägen. Außerdem sind Gewürze doch eher geschlechtsneutral, die Idee schien tatsächlich etwas zu taugen.

Etwas überstürzt - unser Becken war gerade noch am Einlaufen - zogen dann ein kleiner Weißling und ein Wilder bei uns ein. Bei der Farbkombination drängten sich Gewürznamen förmlich auf: Salt & Pepper waren da.

SaltSalt (†30.01.2009) war - wie vermutet - ein Weißling. Tagsüber hielt sie sich tatsächlich in den Schattenecken des Beckens auf und verbrachte die Helligkeitsphase meist in einer Höhle oder in der dunklen Ecke neben dem Filter. Am Abend war sie dann nicht zu halten, besonders das Pflanzen-Climbing schien sie zu mögen. Salt war eine wahre Meisterin im "Graziös-im-Gemüse-Herumhängen".

PepperPepper (†15.06.2009) war eine geborene Schneckenjägerin, sie hat einige unserer Posthörnchen erlegt. Stundenlang lag sie auf der Lauer, pirschte sich gnadenlos heran und nach Schnapp & Schlurp war wieder eine Schnecke in die Geschichte eingegangen. Aber noch mehr als Schnecken liebte Pepper Regenwürmer. Wenn's Würmer gab, musste sie als Erstes gefüttert werden. Vergaßen wir die Wurm-Fütterungs-Rangfolge, stürzte sich Pepper auch schon mal auf den Wurm eines Mitbewohners. Wäre Regenwurm-Tauziehen ein olympische Disziplin, Pepper wäre die Goldmedaille sicher gewesen.

GingerUnsere Goldalbino-Dame heißt Ginger. Sie ist die eifrigste Bettlerin unserer kleinen Truppe. Sobald sich was vor der Scheibe bewegt, steht sie auf den Hinterbeinen, immer bereit für eine Extraportion. Gingers Kiemenäste sind in ihrer frühen Jugend einem rüpelhaften Geschwisterchen zum Opfer gefallen. Leider sind die Kiemenäste nicht vollständig regeneriert, was ihr nun ein etwas gerupftes Aussehen verleiht. Macht aber nix, in dieser Saison trägt man halt asymmetrische Frisuren. Das kleine Molchlein gewinnt zwar keinen Schönheitswettbewerb mehr, ist aber absolut liebenswert. Für uns ist sie etwas ganz Besonderes.

PoppyPoppy ist unser zweites Wildlingsmädchen und ebenfalls eine gute Schneckenjägerin. Die Kleine ist ein absoluter Clown und hat uns schon viel Freude bereitet. Ähnlich wie Ginger ist auch sie sofort zur Stelle, wenn sich etwas vor der Scheibe tut. Vor allem wenn wir die Abdeckung - wir haben zur Sicherheit eine Drahtgitterabdeckung, da wir neben den Axolotl auch noch die tollpatschigste Katze der Welt unser Eigen nennen - abnehmen, schwimmt sie uns entgegen. Das Futter holt sich Poppy am liebsten schon gleich an der Oberfläche ab.

ShallotShallot ist ebenfalls ein Weißlingsmädchen. Als die Süße in das nasse Appartement eingezogen ist, wurde erst mal umdekoriert. Anscheinend hegt sie gärtnerische Ambitionen. Es dauerte eine Weile, bis wir uns mit ihr über den optimalen Standort für unsere Vallisnerien einigen konnten. Auch scheint sie die anderen Drei gern zu Kuschelrunden zu animieren. Während sich unsere Lotl früher eher zufällig mal über den Weg gelaufen sind, hocken sie heute gern auf-, neben- und übereinander... und Shallot immer mittendrin.

CinnamonCinnamon ist unser Copper(Keks)männchen. Der kleine Kerl ist ein echter Macho. Er fing schon kurz nach seinem Einzug an, um die Damen herumzuscharwenzeln. Keine halbe Stunde hat's gedauert, bis er unser Wildlingsweibchen Poppy angebalzt hat. Auch sonst ist Cinnamon ein ziemlich aktiver Molch, er hält sich auch tagsüber oft außerhalb der Höhlen auf und zieht regelmäßig seine Runden durchs Aquarium.

LaurelZusammen mit Cinnamon zog auch Laurel bei uns ein, ein ausgesprochen hübscher Wildlingskerl. Bis dato lässt Laurel noch keine "speziellen" Eigenheiten erkennen, er molcht halt so vor sich hin, ist neugierig und bettelt auch mal gern ... ein typischer Axolotl eben.