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Axolotl stellen eher geringe Anforderungen an ihren Lebensraum. Entsprechend den Bedingungen in ihren Heimatseen, mögen sie kühles, sauerstoffreiches Wasser am liebsten. Im Aquarium sind sie - unter Beachtung gewisser Grundbedingungen - recht unproblematisch zu halten.

Zunächst einmal gehören Axolotl in ein Artenbecken. Wer es lieber bunt und vielfältig mag, sollte sich auf die verschiedenen Farbschläge der kleinen Molche beschränken oder zum Wohle der Tiere auf ein Fisch-Gesellschaftsbecken umorientieren. Axolotl sind entweder Jäger oder Gejagte. Viele Fische würden ihre wedelnden Kiemen als Futter ansehen und daran zupfen. Auch Frösche oder Wasserschildkröten sind denkbar ungeeignete Mitbewohner. Zur Vergesellschaftung eignen sich lediglich einige Kaltwasserschneckenarten und scherenlose Süßwassergarnelen sowie Guppys, Zebrabärblinge oder Kardinalfische. Allerdings wird einiges davon sicher in den Bäuchen der kleinen Wassermonster landen.

Da die Axolotl nicht gerade Adleraugen ihr Eigen nennen und als Lauerjäger nach allem schnappen, was sich bewegt, kann es im Eifer des Gefechts bei der Nahrungssuche auch schon mal passieren, dass nach einem Kiemenast oder Beinchen des Artgenossen geschnappt wird. Auch wenn ihre Regenrationsfähigkeit wirklich erstaunlich ist, sollten - zur Vermeidung schwerer Verletzungen - nur etwa gleichgroße Tiere zusammen gehalten werden.

Ein Axolotl-Aquarium sollte für 2 bis 3 Tiere mindestens eine Grundfläche von 80 x 35 cm aufweisen. Der Wasserstand sollte mindestens 8 cm unter dem Beckenrand enden. Ein Heizstab wird nicht gebraucht, Axolotl mögen hartes Wasser und Temperaturen zwischen 12 und 20°C. Kurzfristig werden niedrigere oder höhere Temperaturen toleriert, aber 25°C sollten möglichst nicht überschritten werden. Hohe Temperaturen stressen die Tiere und die Krankheitsanfälligkeit nimmt zu.

Als eher nachtaktive Tiere mögen Axolotl kein helles Licht. Dies sollte beim Standort des heimischen Aquariums berücksichtigt werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Neben der unerwünschten Helligkeit, steigen gerade im Sommer die Temperaturen im Becken schnell auf problematische Höhen an.

Auf Wasseraufbereiter, Starterbakterien, Düngemittel u.ä. muss gänzlich verzichtet werden. Axolotl sind keine Fische und vertragen chemische Zusätze im Wasser überhaupt nicht. Die AG Urodela der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) empfiehlt folgende Wasserwerte: Ein pH-Wert zwischen 7 und 7,5 ist optimal, 6,5 bis 8 möglich. Die Gesamthärte sollte bei 6 bis 16°d.H. liegen. Axolotl tolerieren Nitritwerte bis 0,5 mg/l, bei höheren Werten sollte sofort ein Teilwasserwechsel erfolgen. Abhängig vom pH-Wert wird entweder ungiftiges Ammonium (pH-Wert unter 7) oder giftiges Ammoniak (pH-Wert ab 7) gebildet. Ein Gehalt an freiem Ammoniak von mehr als 0,2mg/l wird als bedrohlich für die Axolotl angesehen, auch hier sollte ein sofortiger Teilwasserwechsel erfolgen. In den allermeisten Fällen ist für das Axolotl-Heim reines Leitungswasser bestens geeignet. Das zuständige Wasserwerk kann Auskunft über die Werte geben. Es ist darauf zu achten, dass kein Chlor enthalten ist.

Als Bodengrund eignet sich feiner Kies. Dabei ist zu beachten, dass die Tiere beim Futterschnappen auch immer mal wieder Kies mit aufnehmen, so das die Körnung maximal 3 mm betragen sollte. Bei der Möblierung kann der Phantasie freien Lauf gelassen werden, die Axolotl wird's - sofern nix Scharfkantiges dabei ist - nicht stören. Prinzipiell sind alle aquarientauglichen Dekorationen möglich, sofern sie keine Schadstoffe an das Wasser abgeben. Wurzeln sind wohl eher als suboptimal anzusehen, da die Axolotl auf mögliche Fäulnisstellen extrem empfindlich reagieren. Eine absolute Notwendigkeit jedoch sind genügend Versteckmöglichkeiten wie z. B. Höhlen oder Tonröhren. Pflanzen sind kein unbedingtes Muss, bieten aber zweierlei Vorteile. Zum einen schaffen sie weitere Schattenplätze - vor allem beim Einsatz von Schwimmpflanzen - und zum anderen produzieren sie Sauerstoff. Geeignet sind alle Pflanzen, die mit den Temperaturverhältnissen im Becken klar kommen. Es ist zwar Geschmackssache, aber für uns gehören Pflanzen einfach dazu und unsere Axolotl scheinen sie zu mögen, sie hängen gern im Gemüse und chillen.

Je nach Größe des Becken stehen verschiedene Filtermöglichkeiten zur Verfügung, auf die wir hier aber nicht näher eingehen wollen. Wichtig ist, Axolotl mögen keine starke Strömung im Wasser. Dies sollte bei der Auswahl der Filtertechnik beachtet werden. Wir haben uns für einen mobilen Hamburger Mattenfilter (HMF) entschieden. Die Installation ist auch für absolute Neulinge problemlos hinzubekommen. Der HMF ist praktisch, recht preisgünstig und funktioniert prima, soweit wir das beurteilen können.

AxolotlhaltungLast but not Least kommen wir nun zur Fütterung der "Raubtiere". Wie bei allen Lebewesen ist eine maßvolle und ausgewogene Ernährung für die Gesunderhaltung wichtig. Für erwachsene Axolotl reicht eine Fütterung ein- bis zweimal in der Woche völlig aus. Bei der Aquarienhaltung eignen sich hervorragend Axolotl(Lachszucht)-Pellets, da sie einen hohen Fischöl- und Fischmehlanteil aufweisen, der von den Molchen gut verdaut werden kann. Weitere geeignete Futtersorten sind Regenwürmer (Dendrobena), grätenloses Süßwasserfischfleisch, Süßwassermuscheln, Bachflohkrebse, Keller- und Wasserasseln sowie Mückenlarven und - in Maßen - Hühnerherz. Auch die weiter oben genannten Mitbewohner werden bei einer gewissen Größe von den Axolotl gern als Snack angesehen.